Shiba Inu aus Nippons Reich

 Briefe, Seite 2:

Weitere Meinungen, Dankeschön und andere Briefe unserer bereits vermittelten und der eigenen Shibas finden Sie hier:

Lord:

Jetzt kommt Lord ... Ich bin nicht so wie Aldo, den sehe ich einfach nicht, der ist Luft für mich (die Mädels lieben mich doch auch, was der sich einbildet). Einst war ich eine dicke Pelzmaus und jetzt bin ich ein toller Rüde, so sagen es alle Richter auf Ausstellungen, einer hat mich einen Überflieger genannt, das ging runter wie Öl. Allerdings meinte Frauchen wäre ich von klein an wie ein Unordnungmacher! Ich kann keine Decke im Körbchen liegen lassen, alles muß raus (oder zu wüsten Haufen gestaltet werden), dann setze ich mich obendrauf und gut ist es. Blöd wird es allerdings, wenn Zauber noch in dem Körbchen liegt. Da muss ich ganz schön ackern bis alles draußen liegt. Zauber ist dann tiefstbeleidigt und geht klatschen, aber spätestens nach einen dicken Hundeschmatz in ihre Ohren ist alles vergeben und vergessen. Frauchen wickle ich in einer Art um den Finger, daß sie manchmal sagt: "Du kleiner Lump hast Du es wieder geschafft". Ja, so bin ich - Cool man!

Ido:

Hallo Züchtermami, hier ist Dein Ido. Ich will Dir und Deinem Papi sowie der ganzen Shiba-Truppe zum neuen Jahr alles Gute wünschen und ganz liebe Grüße senden. Ich hoffe, Du hattest einen schönen Jahreswechsel.Ich habe ja hier nun auch mein erstesSilvester erlebt. Oohh man – war das hier eine Knallerei. Aber - das kannst Du Dir ja sicher denken, dass, das hat mir überhaupt nichts ausgemacht. Na ja – ein- oder zweimal habe ich doch meinen Papi fragend angeguckt, was die Knallerei so soll, da hat er mich gestreichelt und mir gesagt, dass ich gar keine Angst haben muss und dass das ja alles bald wieder vorbei ist. Da war ich dann doch beruhigt. Ich habe mich ja lange nicht bei Dir gemeldet, weil ich so viel hier erlebt habe. Hier gibt es soooo viel zu sehen und zu beschnuppern, soooo viele Hunde die ich immer begrüßen kann. Aber die wollen das oftmals gar nicht, weil ich denen zu lebhaft bin. Ich renne dann immer wie ein wilder auf sie zu und springe sie an vor Freude und will sie belecken und beknabbern und mit ihnen spielen. Aber die – die wollen meistens nur ihre Ruhe und knurren dann, aber nur leicht und davon lasse ich mich doch überhaupt nicht beeindrucken - so ein paar lahme Heinis. Na irgendwann werden sie schon mit mir spielen, die sollen mich erst mal richtig kennen lernen. Weißt Du Züchtermami, neulich – da hatte ich ein ganz schreckliches Erlebnis, das muss ich Dir erzählen. Wenn ich mit Mami und Papi zum See gehe, kommen wir immer an der Endhaltestelle der Straßenbahnen vorbei. Und damit sie nicht so laut zu hören sind, sind da ganz viele Sträucher vorgepflanzt. Mami und Papi haben mir erzählt, was das für große „Schlangen“ sind und dass ich davor gar keine Angst zu haben brauche. Aber neulich da kam so eine Bahn hinter den Sträuchern vor, die hatte ich nicht gehört und plötzlich kam sie da an – mir blieb fast mein kleines Herz stehen. Ich bekam so einen Schreck, legte mich gleich hin und fing fürchterlich an zu schreien vor Angst. Mein Papi hat mich sofort auf den Arm genommen, gestreichelt und noch eine Weile getragen, damit ich mich wieder beruhigen konnte. Aber mein kleines Herzchen ging noch eine ganze Weile aufgeregt bum-bum-bum. So ein Ungeheuer aber auch, mir so einen Schrecken einzujagen. Na ja, nun kenn ich das ja inzwischen schon, aber etwas unheimlich sind sie mir immer noch, an dem Stückchen will ich immer ganz schnell vorbei. Und weißt Du was Züchtermami? Meine Mami und mein Papi waren mit mir am Mittwoch (04.01.06) schon zum Tierarzt. Der war aber lieb zu mir. Er nahm mich hoch auf seinen Arm und ich durfte dann sein ganzes Gesicht abschlecken, immer und immer wieder. Er sagte, ich sei ein ganz Süßer!!! Darum hat er auch aus seinem Schreibtisch einen Eimer mit Leckerlie’s rausgeholt und mir hingestellt und ich durfte mir selbst rausnehmen, was ich wollte. Das tat ich dann natürlich auch – kannst Du Dir ja denken. So eine Gelegenheit lass ich mir doch nicht entgehen, wo ich doch sonst nur welche auf Zuteilung erhalte. Aber dann hat Mami zu ihm gesagt, er soll den Eimer wieder weg nehmen, das wird sonst zuviel für mich. Ich fand das gar nicht gut, aber er wollte es sich wohl mit ihr nicht verscherzen und hat auf sie gehört, was ich ja nicht immer mache. Er hat mir viel erzählt, dass er mir eine Spritze geben muss, damit ich nicht krank werde und solche Sachen. Aber die Spritze tat gar nicht weh. Zur Belohnung bekam ich dann noch mal 2 Leckerlie’s von ihm. Ich war danach nur etwas ruhiger und habe etwas länger und öfter in meinem Körbchen gelegen als sonst. Aber am Donnerstag da war ich wieder munter und lebhaft wie immer. Am 23. Januar beginnt meine 3-tägige Wurmkur und in der letzten Märzwoche will mich der Onkel Doktor dann wieder sehen. Mal sehen, ob er wieder so viele Leckerchen hat für mich. So Züchtermami, nun habe ich Dir wieder Einiges von mir erzählt. Meine Mami muss jetzt mit mir runter „Gassi-gehen“ sonst landet wieder eine Pfütze auf dem Flur und dann sagt sie wieder, dass ich mich da gar nicht „fürstlich“ benommen habe. Weißt Du, ich weiß auch nicht wie das geht. Am Tage kann ich mich einfach nicht melden, wenn ich mal muss. Da müssen Mami und Papi immer aufpassen, dass sie nach ca. 2 ½ - 3 Stunden mit mir runter gehen, sonst fließt oben die Pfütze, aber nachts – da klappt es prima. Wenn mein Papi mit mir abends um zehn unten war, dann schlafe ich bis morgens so gegen 7 – ½ 8 und dann kratze ich an meinem Körbchen. Dann beeilen sich Mami oder Papi immer ganz doll, wenn sie das hören und gehen ganz schnell mit mir runter. Und dann renne ich auf meine Wiese und jetzt - ooohhh – kann ich los strullern. Na ich bin ja noch klein – ich werde es schon noch lernen, mich am Tage zu melden. So – zum Abschluss hat Mami noch ein paar Bilder mit angehängt, zum Vergleich vorher – nachher. Schau mal, wie ich mich verändert habe. Und damit verabschiede ich mich auch ganz doll von Dir und grüße mir auch meine Shiba-Familie von mir. Bis bald wieder einmal - Kussi Dein Ido - Langsam werde ich doch ein „richtiger“ Hund!!!

Aldo:

Hih, ich bin Aldo der Supermatcho. An mir kommt keine meiner Damen vorbei, ichw eiß alles und mir entgeht nichts. Mit wachsamen Blick überschaue ich stets unser Zuhause und unsere Damen, ich habe alles im Griff. Den "Lord" lasse ich nicht die Bohne übrig, schade daß er nicht so anspringt auf mein Macho-Gehabe (Frauchen meint, Lord wäre lieb und klug). Ich kann nur sagen, das bin ich auch - aber ich bestimme - wau! Unterwegs beim Spazierengehen habe ich ungeheuer viel zutun, ich markiere bis der "Tank" leer ist und verbreite noch meine Ansprüche mit den Hinterpfoten, bis die Fetzen fliegen. Ab und zu hatte ich schon Damenbesuch von weit her, da haben es hinterher nicht so leicht, meine Damen zu beruhigen. Ich roch nach fremden Weibern, hihi ;-)) Ich bin sehr mit meinem Leben zufrieden und da ich Frauchen als Oberhund liebe und achte geht alles bei uns klar.

Akiko und Aichi:

Bingo - richtig geraten, wir sind Geschwister, wir tun alles zusammen. Wir sind ein richtiges Team, sogar geworfen haben wir einmal zusammen (obwohl ein paar Tage zwischen den Deckterminen lag). Ausstellungen haben wir schon viele besucht, immer von Erfolg gekrönt. Wir sind die Ballspieler Nr. 1 im Zwinger, keiner kann uns vom Rudel das Wasser reichen. Wir fangen und jagen den Ball in allen Situationen und drehen regelrechte Spiralen in der Luft. Frauchen wird wohl noch mal vom Tennisball werfen einen Tennisarm bekommen, hihi ;-)) Wirft sie nicht mehr, werden die Bälle "ermordet" - ratsch ... Toll ist auch, wenn der Paketdienst kommen. Wir wissen, dann gibt es wieder 100 Tennisbälle zum killen - Frauchen ist schon dufte.

Mairi und Mimizu:

Herrchen hat gemeint, irgendwann ist ja mal die Schmerzgrenze erreicht aber ein Baby ist noch erlaubt. Doch wie das Leben so spielt, der gute Vorsatz war da, aber der Wille dann doch so schwach. Zwei Schwestern wie wir, jede zuckersüß und doch verschieden im Aussehen und Charakter - welche sollte es sein? Ach was - dann eben Beide!!! Als Frauchen uns abholte, schien sich der Himmel gegen uns verschworen zu haben. Es hat sintflutartig geregnet. Im Auto saßen hinter zwei von der Verwandtschaft (so haben wir mitbekommen), die waren eigens mitgefahren, um uns die lange Fahrt erträglich zu machen. Na, die eine habe ich angepinkelt und meine Schwester hat der anderen gezeigt, was sie noch so an fressbarem gefunden hatte. Und das, obwohl uns unsere Züchterin vor der Fahrt "hungern" ließ - gemein war das - es hätte sich doch noch viel besser gemacht, wenn Schwesterchens Magen gefüllt gewesen wäre. Doch die Zweibeiner ließen sich davon nicht schrecken und hatte jede Menge Decken mit, die müssen das wohl schon geahnt haben. Autobahn fahren über Stunden ließ uns irgendwann dann schläfrig werden. Wir lagen selig auf dem Rücken, Beine hoch und träumten ganz tolle Sachen. Frauchen meinte, es sei schade, dass sie keine Kamera dabei gehabt hätten, es hätte so lustig ausgesehen wie wir da lagen. Von uns aus hätte es bis Radebeul so weitergehen können. Aber nein - Raucherpause - so sagte Frauchens Bruder. Und da kam der nächste Schock, jeder von uns wurde so ein komisches Ding (Frauchen sagte "Geschirr" dazu) angelegt und daran wurde noch eine Leine geknüpft. Die Zweibeiner hatten auch darin schon Erfahrungen und warteten auf die ersten Shiba-Schreie. (Haben Sie die schonmal gehört? Die sind echt gut! Wenn uns was nicht paßt, dann versuchen wir uns auf diese Weise aus der Affäre zu ziehen. Leider erschrecken sich nur die Leute, die uns Shibas nicht kennen. Auf unsere Zweibeiner macht das keinen Eindruck mehr.) Aber die haben wir reingelegt! Wir sind beide ganz brav und ordentlich losmarschiert, als wären wir Profis. Es gab ja auch eine Menge zu schauen und die Leute sind immer so verzückt von uns. Das war wohl das 1:0 für uns. Wie haben sich unsere Zweibeiner gefreut, haben uns alle intelligent bezeichnet und so weiter. Dabei war es doch nur unser Wille, wir haben das Ganze auch anders ablaufen lassen können. In Radebeul angekommen, kamen wir aus dem Staunen nicht wieder heraus. Da waren ja auch schon genau solche wie wir zu Hause. Ja, und dann gab es auch noch kleine (Yorkis heißen die, das wissen wir inzwischen), die waren angeblich schon groß und hatten dabei doch unsere Größe - komische Hunde. Was uns gleich auffiel war, daß die so schöne bunte, glitzernde Sachen auf dem Kopf hatten. Die konnte man so wunderbar rausziehen und war das geschafft, dann gab es auch noch so lange Zöpfe, die sich hervorragend zum Ziehen eigneten. Doch wir haben nicht schlecht gestaunt - dieses für uns so wunderbare Spielzeug hatte Zähne! Und sie belegten uns mit Ausdrücken, die wir lieber nichts in die menschliche Sprache übersetzen wollen. Na gut, dann eben nicht - die Sache war geklärt und der Hochadel (so sagte Frauchen) zog sich auf die Bank mit den extra feinen Kissen zurück. Von dort aus sagen sie auf uns herab und mit vielsagenden Blick zu Frauchen wie : Herrgott, das sind doch hoffentlich die letzten dieser Sorte. Wir haben doch "ältere" Rechte. Vom ersten Tag an merkte Frauchen, wie unterschiedlich wir Schwestern doch waren. "Mairi" (das bin ich) ist die ausgeglichenere der beiden Schwestern. Ich bin sehr folgsam, liebenswürdig - kurz "Kurai 2", um es auf einen Nenner zu bringen. Meine Schwester "Mimizu", bald nur noch "Mimi" gerufen, ist jedoch das Teufelchen in Person. Ständig hat sie nur Frechheiten im Kopf, beim Fressen knurren, beim Spielen zanken - kurzum, sie hat immer das letzte Wort. Die Yorkis werden geliebt und nicht einmal schikaniert. Aber alles, was unsere Rasse und dazu noch eine Hündin ist, da wird gemotzt. Dafür hört sie perfekt auf die Menschen-Kommandos. Bereitwillig läßt sie sich alles nehmen, Körperpflege machen und Leine laufen - alles kein Problem. Nur hat sie sich von Geburt an in den Kopf gesetzt, der Leithund zu werden ...


Wir bedanken uns für die vielen anderen Zuschriften die wir hier leider nicht alle veröffentlichen können. Hin und wieder werden wir aber die Texte ergänzen und aktualisieren. Schauen Sie daher bitte einfach einmal öfter rein. Und schreiben Sie uns bitte weiter die Erlebnisse mit Ihren Shibas. Gern stellen wir auch diese hier ein. Besten Dank!